Ahnungslos in die Zukunft

Was ist der Stabilitätspakt? Wer weiß darüber Bescheid? Moment, nicht gleich wegklicken, gebt diesem Blogeintrag doch eine Chance! Denn ich will mich ja mit euch solidarisieren. Ich hab nämlich auch keine echte Ahnung davon. Es gibt dazu natürlich einen Eintrag auf Wikipedia und sogar eine eigene EU-Webseite, aber wozu sollen wir uns das überhaupt anschaun?

Vielleicht aus folgendem Grund: Was, wenn der so genannte Stabilitäts- und Wachstumspakt entscheidenden Einfluss auf unser Leben hat? Was, wenn er zu einer Beschleunigung von Sozialabbau führt? Was, wenn der Pakt nur Vermögen stabilisiert, während er zugleich Einkommen aus Arbeitsleistung destabilisiert? Und was, wenn es statt eines Stabilitätspaktes so etwas wie einen Nachfragstärkungs- und Bildungspakt bräuchte?

Ich habe nun kürzlich gehört, dass es wegen der hohen Verschuldung einiger EU-Länder zu einer Neufassung des Stabilitätspaktes kommen soll. Es könnte zu noch schärferen Regeln und auch einer strengeren Überwachung ihrer Einhaltung kommen. Die Medien verheimlichen das nicht, aber übermäßig viel Aufmerksamkeit wird dem Thema auch nicht gewidmet. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass Wirtschaftsthemen generell sperrig sind, da hat kaum jemand wirklich einen Durchblick.

Vielleicht hat es aber auch damit zutun, dass der Stabilitätspakt außerhalb jener demokratischen Strukturen diskutiert und entschieden wird, auf die wir WählerInnen direkten Einfluss haben. Quizfrage: Wer entscheidet über die Zukunft des europäischen Wirtschaftspaktes? Welche politischen AkteurInnen vertreten welche Position? Und wissen die, die so eine gewichtige Entscheidung fällen, wirklich was sie tun???

Es könnte übrigens gut sein, dass ich in nächster Zeit mehr über den Stabilitäts- und Wachstumspakt erfahre. Bin gerne bereit, Infos dazu weiter zu geben. Wenn ihr interessiert seid, dann klickt auf den „Gefällt mir“ Button, dann weiß ich dass es sich lohnt, das Thema mal wieder aufzugreifen.

PS: Während ich die Wikipedia-Seite durchgescannt habe, ist es mir übrigens wie Schuppen von den Augen gefallen: Zwei Kennzahlen des Stabilitätspaktes kenne ich doch: 3 Prozent jährliche Neuverschuldung und 60 Prozent Gesamtverschuldung – die so genannten Maastricht-Kriterien. Hm, vielleicht sollte ich mir ja auch mal die ca. 50 Google-Einträge anschauen, die sowohl „Maastricht-Kriterien“ als auch „Entwicklung der Menschheit“ beinhalten…

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Eine Antwort auf Ahnungslos in die Zukunft

  1. Josef Di-Lena sagt:

    Moment!

    Die grundsätzlichen Einwände gegen die Entscheidungsfindung auf EU-Ebene. Aber das ist ein anderes Thema.

    Aber, was soll so schlecht sein, dass die Staatsverschuldung begrenzt wird. Was, wenn ich privat jährlich meine Schulden um drei Prozent erhöhe, statt sie abzubauen? Was wenn ich privat Schulden in Höhe von 60% meines Nettojahreseinkommen habe und nicht abbaue.

    Und die wesentlichste Aufgabe des Paktes ist die Erhaltung des Wertes des Euro. Denken Sie an die Menschen während den Hochinflationszeiten in der Vergangenheit. Wer hatte dies zu tragen?

    Was aber nicht gesagt wurde ist, dass im Pakt nicht steht, dass an Ausgaben für die Ärmsten und Schwächsten gespart werden muss. Es ist die Entscheidung der lokalen Politiker, die Lobbies zu füttern auf Kosten der Ärmsten und Schwächsten. Wenn man nun die Klage über den Stabilitätspakt einstimmt, der von den Poiltikern als Grund für diese Art von Politik genant wird, geht man gerade diesen Politikern auf den Leim und unterstützt Sie dadurch, weil sogar die kritische Meinung ihnen recht gibt, dass der Pakt der Grund für ihr Handeln ist.

    Trotzdem alles Gute zum Blog und zu den Aufgaben. Beides ist wichtig!

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